Zum Beispiel eine tolle Kommode

By | Januar 28, 2016

KommodeKleider-, Besteck- und Badezimmerschränke, Sekretäre und Kommoden, Schreib- und Nachttische: Schubladen haben sie alle. Und es wäre doch schade, das betreffende Möbelstück als Ganzes zu entsorgen, sobald das Ende seiner Tage gekommen ist. Denn zumindest die Schubladen haben ein Weiterleben verdient.

Zum Ehrenkodex eines jeden Handwerkers gehört es zwar, daß gleichartige Werkstücke allesamt wie aus einem Guß wirken müssen. Aber im Falle unseres Schubladenschranks sehen wir das nicht so eng. Im Gegenteil: Wir finden es gerade attraktiv, daß sich jeweils höchstens drei der insgesamt dreizehn Schubladen gleichen,
so daß aus der Vielfalt der Größen, Formen, Hölzer und Beschläge ein ganz lebendiges Gebilde entsteht – sozusagen ein Patchwork-Schrank.

Ob Sie dem Möbel Beine machen oder unserem Vorschlag folgen und Rollen montieren, hängt weniger von seinem Ver-wendungszweck als von Ihrem Geschmack ab.

Der muffige Geruch, der sich oftmals in altem Mobiliar eingenistet hat, läßt sich mit einem simplen Trick vertreiben: Stellen Sie in die Schublade eine Schale mit Frischmilch (keine H-Milch) und warten Sie, bis diese sauer geworden ist. Die Sauermilch bindet den Mief, und wenn Sie die Schale wieder herausnehmen, ist das Innere der Schublade bzw. des Möbelstücks weitgehend geruchsneutral.

Einladung zur Ladenöffnung. Während sie sonst nur ein Element unter vielen sind, treten die Schubladen hier ganz unübersehbar und dekorativ in Erscheinung. Die Maße der Schubladen auf eine Sperrholzplatte (8 mm) übertragen, je zwei Löcher bohren, Konturen mit der Stichsäge aussägen.
Eine zweite Sperrholzplatte, die die Rückwand bildet, unter die ausgeschnittene legen und die Umrisse der Schubladen übertragen. In die Eckpunkte der Umrisse kleine Holzklötzchen leimen. Die sitzen dann dort, wo später die Laufleisten befestigt werden müssen.  Eckleisten (Kiefer, 2×2 cm), die als Laufleisten dienen, werden an den Ecken der Klötzchen senkrecht auf die Rückwand geleimt. Die Platte mit den Ausschnitten auflegen und mit je zwei Nägeln an den – makellos parallel ausgerichteten – Laufleisten befestigen.   Die sichtbare Frontpartie wird von einer Deckplatte (MDF, 19 mm) gebildet. Die Ausschnitte entstehen genauso, wie schon in Bild 1 gezeigt.  Der Korpus (Boden, Deckel, Seitenteile) besteht aus 10 mm starken MDF-Platten, die stumpf miteinander verschraubt werden.  Für das Finish aller sichtbaren Oberflächen sorgt ein zweimaliger Anstrich mit einer Möbellasur, die einen schönen Honigton ergibt.

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